Die Stadt Olsberg plant ein neues Baulückenkataster

hsk-news: Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken werden angeschrieben

Olsberg: Für die Stadt Olsberg ist es eine Chance, Bauwillige und Eigentümer von Baulücken zusammenzubringen: Einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen beschlossen, dem Stadtrat die Erstellung und Veröffentlichung eines Baulückenkatasters für die noch bebaubaren Wohnbauflächen im Stadtgebiet zu empfehlen. In einem ersten Schritt sollen nun die jeweiligen Grundstückseigentümer angeschrieben werden.

 

Hintergrund: Bereits seit dem Jahr 2006 präsentiert die Stadtverwaltung die städtischen Wohnbaugrundstücke auf der Homepage www.olsberg.de; seit 2014 sind – nach einem entsprechenden LEADER-Projekt – auch private Grundstücke dabei. Seit dem Jahr 2014, so Stefan Vorderwülbecke vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung, wurden 44 Grundstücke auf diese Weise präsentiert – 25 davon wurden verkauft. Aktuell gibt es noch 19 private Wohnbaugrundstücke in der Baulandbörse auf der städtischen Homepage; hinzu kommen 17 städtische Baulücken, von denen aber vier voraussichtlich in nächster Zeit verkauft werden.

 

Weil aber die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken spürbar ansteigt, hatte der Ausschuss bereits vor einiger Zeit den Grundsatzbeschluss zum Neuaufbau der Baulandbörse beschlossen. Ein Bestandteil davon – ein Baulückenkataster. „Hier sollen die ,klassischen‘ Baulücken aufgenommen werden – also Grundstücke, für die Planungsrecht vorliegt und die sofort bebaubar sind“, erläutert Thomas Rösen, stv. Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung. Seit 2014 sei viel Zeit vergangenen – möglicherweise können nun auch Grundstücke angeboten werden, die damals noch nicht verfügbar waren.

 

In einem ersten Schritt sollen deshalb – voraussichtlich im Mai – die Eigentümerinnen und Eigentümer solcher Baulücken in Olsberg, Bigge, Helmeringhausen und Brunskappel ein Infoschreiben erhalten. Ihm liegt auch ein Widerspruchsformular bei: Wer nicht möchte, dass sein Grundstück in der Baulandbörse erscheint, hat einen Monat Zeit, dies bei der Standverwaltung mitzuteilen.

 

Bis Ende August sollen dann von den Grundstücken, für die kein Widerspruch eingelegt worden ist, so genannte „Steckbriefe“ angelegt werden, die anschließend in der Baulandbörse erscheinen. Wichtig: Diese Steckbriefe enthalten lediglich die Geodaten der Grundstücke – aber keinerlei persönliche Daten der Eigentümer. Interessierte können sich daher an das Team der Stadtverwaltung wenden – sofern der Grundstückseigentümer das wünscht, kann dann der Kontakt zwischen potenziellem Käufer und Anbieter hergestellt werden. Ab Herbst sollen zudem die Baulücken in den verbleibenden acht Orten im Stadtgebiet verwaltungsintern überprüft und die Informationsschreiben für deren Eigentümerinnen und Eigentümer vorbereitet werden.

 

„Aus Sicht der Verwaltung ist die Veröffentlichung einer Baulandbörse für die bebaubaren Wohnbaugrundstücke im Internet ein Schritt, den Baulandmarkt transparent zu machen, Baulücken zeitnah zu mobilisieren, zur nachhaltigen, städtebaulichen Entwicklung beizutragen, die zügige Bebauung von im Innenbereich liegenden Grundstücken voran zu treiben und den Außenbereich vor unnötiger Inanspruchnahme zu schützen“, unterstreicht Stefan Vorderwülbecke. Das sei nicht nur schneller zu realisieren, als neue Baugebiete auszuweisen, sondern auch nachhaltiger, ergänzt Thomas Rösen: „Wir vermindern den Aufwand für neue Infrastruktur wie Trinkwasserversorgung, Kanal und Strom – das ist am Ende ein Vorteil für alle Bürgerinnen und Bürger.“

 

Fotocredits: 2211438 auf Pixabay

Quelle: Stadt Olsberg

 

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