Piktogramme machen in Meschede Wege für den Radverkehr sichtbarer

Piktogramme machen in Meschede Wege für den Radverkehr sichtbarer

Meschede: Mehr Sichtbarkeit für Radfahrerinnen und -fahrer in der Innenstadt, eine klarere Verkehrsführung und eine gesteigerte Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer füreinander: Das ist das Ziel einer Maßnahme, die jetzt an zwei Stellen in der Innenstadt umgesetzt wurde: So genannte Fahrradpiktogramme weisen Menschen auf zwei Rädern den richtigen Weg – und machen allen anderen Verkehrsteilnehmern klar, dass hier mit Radverkehr zu rechnen ist.

Zu sehen sind sie zum einen auf den Gehwegen im Abschnitt der L743 und zum anderen zwischen der Bahnunterführung über die Ruhrbrücke bis hin zur Emhildisstraße. „Wir wollen die Radfahrer im Verkehr sichtbarer machen“, erläutert Lukas Stentenbach, Leiter des Fachbereichs Ordnung: „Ziel ist es, dass Radfahrerinnen und Radfahrer intuitiv erkennen, wie sie an diesen Stellen fahren können.“ Und parallel werden auch Menschen, die mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs sind, darauf aufmerksam gemacht, dass hier auch Radverkehr beachtet werden muss. Die Stadtverwaltung greift mit den Maßnahmen Ideen auf, die auch aus Teilen des Stadtrates gekommen sind.

Konkret wurden auf dem Abschnitt der L743 in Fahrtrichtung Innenstadt zwischen der Mallinckrodtstraße und der Steinstraße auf den Gehwegen Piktogramme aufgebracht, die Radfahrer und Fußgänger zeigen. „Sie machen deutlich, dass dieser – bislang vorwiegend als Gehweg genutzte – Abschnitt von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt werden darf“, so Lukas Stentenbach. Hintergrund: An dieser Stelle endet der rot markierte Schutzstreifen für den Radverkehr.

Zwar durfte auch bislang schon der Radverkehr dann auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg weiterfahren – „aber jetzt soll jeder direkt an Ort und Stelle gezeigt bekommen, welche Möglichkeiten er hat“. Genauso ist es möglich, dass Radfahrer auf der L743 weiterfahren: „Anders als bei einem gemeinsamen Geh- und Radweg, der mit einem offiziellen blauen Verkehrsschild gekennzeichnet ist, besteht hier keine Pflicht, diesen Weg zu nutzen.“ In umgekehrter Fahrtrichtung sind die Piktogramme zwischen der Beringhauser Straße und der Mallinckrodtstraße zu sehen.

Der andere Bereich führt von der Bahnunterführung zur Emhildisstraße. Von der Unterführung kommend weisen die Piktogramme darauf hin, dass Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Fahrbahn der Ruhrbrücke gemeinsam mit dem Fahrzeugverkehr fahren sollen. Da in der Ruhrstraße Radfahrer tagsüber absteigen und schieben müssen, weist ein Piktogramm zuvor den Weg nach rechts in Richtung Emhildisstraße. Hier kann der Radverkehr nun – wie bereits jetzt – gegen die Fahrtrichtung der Einbahnstraße für den KFZ-Verkehr bis zur Arnsberger Straße fahren – oder aber über Franz-Stahlmecke-Platz, Rebell und Stiftsstraße.

In diesem Zuge wurden in dem Bereich zudem noch Anpassungen der Beschilderung für den Radverkehr vorgenommen und störende Poller abgebaut. Insgesamt macht die Stadtverwaltung deutlich, dass es sich bei den Piktogrammen um Sofortmaßnahmen handelt, um die Rahmenbedingungen für die Nahmobilität unmittelbar zu verbessern. Man beschäftige sich schon seit langem konzeptionell mit Rad-Routen durch die Innenstadt. Nach Untersuchungen durch ein Fachbüro stehen die Routen in Nord-Süd- sowie Ost-West-Richtung fest. Allerdings: Eine bauliche Umsetzung dieser Routen kann nur Schritt für Schritt erfolgen. Der Hintergrund: Da an allen Strecken unterschiedliche Voraussetzungen mit Blick auf Fahrbahnbreiten, Gehwege und auch Topographie vorliegen, müssen für jeden Abschnitt passende Lösungen gefunden – und gebaut – werden.

Die Piktogramme sowie die Optimierung der Beschilderung im Bereich Ruhrbrücke/Emhildisstraße sind ein gezielter Vorgriff auf den im kommenden Jahr geplanten Umbau der Emhildisstraße. Allen derzeit diskutierten Ausbauvarianten ist gemein, dass durch den Umbau künftig mehr Platz für den Radverkehr geschaffen wird und diese Route somit zur Hauptverbindung der Nord-Süd-Achse wird. Die Piktogramme im Bereich der L743 stellen hingegen ein zusätzliches Angebot dar, da bauliche Änderungen an dieser Stelle nicht vorgesehen sind.

Eine kurzfristige Verbesserung im Bestand durch die Nutzung entsprechender Piktogramme wird in den kommenden Monaten an diesen und weiteren Stellen im Stadtgebiet geprüft und optimiert. Neben künftigen baulichen Umgestaltungen soll somit eine spürbare und vor allem kurzfristige Verbesserung für die Nahmobilität erreicht werden.

 

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Quelle: Stadt Meschede
Foto: Fahrradpiktogramme weisen in Meschede Radfahrerinnen und -fahrern direkt vor Ort ihren Weg durch die Innenstadt.
Bildnachweis: Stadt Meschede