Erzeugerzahlen der Monate Juni und Juli 2021

hsk-news: Witterungsbedingt sehr geringe Windstromerzeugung im Juni und Juli 2021

In diesen 2 Monaten war die eingespeisten Windstromenergie in Deutschland wetterbedingt sehr schwach. In diesen 61 Tagen gab es 32 Tage an denen im Tagesmittel die Windkraftanlagen nur weniger als 10 % ihrer installierten Nennleistung erzielten. Die erzeugte Leistung an diesen 32 Tagen lag im Mittel bei nur 3,5 Gigawatt.

 

Der Mittelwert erreichte in diesen 61 Tagen ca. 7,2 Gigawatt von immerhin schon heute installierten 63 GW!

 

Eine etwa gleich hohe Energiestrommenge erzeugten in diesen 2 Monaten alleine die Atomkraftwerke. Und die Kohle muss auch noch ersetzt werden!

 

Rechenbeispiel: Um nur die Atomkraftwerke abzulösen muss man also die installierte Windleistung im Sommer verdoppeln. Dann hat man aber immer noch keine Versorgungssicherheit. Diese Zahlen sind keine Mythen sondern Fakten.

 

In den letzten 4 Tagen im Juli frischte der Wind auf und die Erzeugerleistung stieg stark auf im Durchschnitt 19 GW. Die hohe Leistung konnte die Gesamtbilanz aber nur in geringen Maßen verbessern.

 

  • Die Photovoltaikanlagen erzielten im Juni/Juli 2021 9,1 Gigawatt von den installierten 56 GW.
  • Die Verbraucherleistung (Last) lag im Mittel bei etwa 54 GW.

 

Da liegt noch eine gewaltige Aufgabe (und Kosten) vor uns Bürger/innen und der nächsten Bundesregierung.

 

Bis zur Umsetzung der Aussage vom DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V) „Energieversorgung ausschließlich durch Erneuerbare ist möglich und sicher“ vom 21.Juli 2021 und das 100-Prozent-Erneuerbare-Szenario ist es noch ein weiter Weg.

 

Joachim Gauk sagte schon 2012 bei der Verleihung des deutschen Umweltpreises: „Das wir in Zukunft auf erneuerbare Energien setzen, ist eines der ehrgeizigsten Ziele in unserem Land“.

 

Bild: Windkraftanlagen bei Brilon

 

Daten: SMARD

Fotocredits: Dieter Frigger

Quelle: Dieter Frigger

 

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