Kita-Projekt: Natürlich Gärtnern im Einklang mit der Natur – Vom Samen zur Pflanze

hsk-news: Zwei Hochbeete aufgebaut, die jetzt als Kita-Garten genutzt werden ...

Von April bis Juli konnten die Kinder der DRK Familienzentrum & Kindertageseinrichtung in Thülen an dem Projekt „Natürlich gärtnern“ teilnehmen. Im Vorjahr wurden zwei Hochbeete aufgebaut, die jetzt als Kita-Garten genutzt werden.

 

Bevor etwas ausgesät werden konnte, mussten die Beete vorbereitet werden. Die Kinder spielten Ahorn-Polizei und zupften die zahlreichen Ahornsämlinge aus den Beeten. Dann wurde Bokashi (fermentierte Küchenabfälle) untergegraben. „Puh, das stinkt!“ fanden einige Kinder. „In zwei Wochen ist nichts mehr davon da, dann haben die Bodenlebewesen alle Gemüseabfälle in Humus verwandelt“, versprach Christiane Rummel, Ernährungsberaterin, die das Projekt leitete. Sie erklärte auch, dass nur etwas wächst, wenn man dem Boden Nährstoffe gibt. Besser als künstliche Dünger sind da durch Fermentation vorbereitete Küchenabfälle, die nicht nur Nährstoffe bringen sondern auch die Bodenlebewesen füttern, so dass sie sich optimal vermehren können.

 

Nun mussten die Samen erst einmal ausgesät werden. In kleine Pflanzkästen säten die Kinder Thymian, Oregano, Basilikum, Radieschen, Möhren, Kohlrabi, Salat und Mangold. Und weil mit Liebe Gesätes besser wächst, sangen die Kinder ein Lied dazu: „Kleiner Samen wachse, kleiner Samen werde groß, kleiner Samen wachse, bald bist du ´ne starke Pflanze.“ Um die Wartezeit zu überbrücken, wurden gleichzeitig Sprossen von Radieschen und Brokkoli ausgesät, die nach zwei Wochen schon die Pausenbrote bereicherten mit Vitaminen und Mineralstoffen.

 

Nachdem die Samen gekeimt und groß genug geworden waren, setzen die Kinder die kleinen Pflänzchen vorsichtig in die Beete, natürlich begleitet vom Pflanzlied. Das Wetter im Sauerland ist im Frühjahr noch ziemlich rau und so bekamen die Beete einen Folientunnel unter dem die Setzlinge geschützt wachsen konnten. Christiane Rummel erklärte den Kinder, dass die Menschen früher viel mehr vom Wetter abhängig waren und darum nach dem Mond gegärtnert wurde. Auch heute funktioniert das noch, auch beim Unkraut zupfen, umtopfen und gießen.

 

Im Juni und Juli waren die Pflanzen dann endlich groß genug zum Ernten. Radieschen waren die eindeutigen Favoriten bei den Kindern, aber auch Kohlrabi mit Kräuterquark kam gut an. „Die Radieschen sind aber schärfer als die, die Mama im Geschäft kauft und die Kohlrabi schmecken auch intensiver“, bemerkten die Kinder. „Na ja, die habt ihr ja auch mit Liebe und eurem Gesang begleitet, das schmeckt ihr dann auch“, freute sich Frau Rummel.

 

Fotocredits: DRK Brilon

Quelle: DRK Brilon KiTa gGmbH

 

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